Mut machen: Selbsthilfe in der Corona-Krise

Wege in der Selbsthilfe gibt es auch in der Corona-Krise:

  • Die telefonische Beratung durch KIS läuft weiter unter 04551/3005.
  • Persönliche Gespräche bei KIS sind nur mit Mund-Nasen-Schutz möglich.

Hinweis aus aktuellem Anlass:

Die KIS bietet auch persönliche Beratung an. Wir bitten Besucher, mit Mundschutz zu kommen. Für Gespräche außerhalb der Bürozeiten kann unter 04551/3005 (AB) ein Termin vereinbart werden. 

Die Lockerungen in der Krise lassen Sitzungen und Veranstaltungen bis 50 Personen unter Einhaltung der Abstandsregeln etc. nach dem 18. Mai wieder zu. Die KIS hat ein Hygienekonzept entwickelt. Gruppen können sich nach vorheriger Absprache wieder bei KIS treffen. Allerdings gibt es im Gruppenraum nur Platz für 7 Teilnehmer um den Abstand zu gewährleisten. Jede Gruppe muss eine Anwesenheitsliste führen.  

Neben den persönlichen Treffen bietet KIS in lockerer Folge Videokonferenzen zu aktuellen Fragen aus der Selbsthilfe an.(Wer dabei sein möchte kann sich unter der E-Mail-Adresse kis-segeberg@awo-sh.de über die nächsten Termine informieren und anmelden.) Ein Selbsthilfe-Stammtisch startet am Dienstag, 29. September, um 17 Uhr bei KIS in Bad Segeberg. Vorgesehen sind weitere Treffen im 2wöchigen Rhythmus. Interessierte können sich unter 04551/3005 anmelden und näher informieren.  Zudem werden ebenfalls in lockerer Folge offene Treffen für Aktive aus den Selbsthilfegruppen bei KIS angeboten. 

Tipps

Im Folgenden haben wir Tipps für die Selbsthilfe in Zeiten der Kontaktsperre zu Themen wie: Kontakte elektronisch pflegen, Informationsseiten und Hilfsangebote im Internet, Ideen für die Freizeitgestaltung (u.a. Videoanleitungen), Anleitung für Behelfsmasken etc. zusammengestellt.

 

 

Kontakte weiter pflegen

symbolbild kontakt

Persönliche Treffen sind noch nicht für alle Gruppen wieder möglich. Die Kontakte können dank technischer Möglichkeiten dennoch gepflegt werden. Die KIS empfiehlt, den telefonischen Kontakt untereinander zu suchen. Einfach mal nachfragen, wie es dem anderen geht. Es tut gut, vertraute Stimmen zu hören, wenn Treffen nicht möglich sind. Auch für Telefonate kann man sich fest verabreden oder einfach die sonst übliche Gruppenzeit nutzen, so dass sicher ist, dass alle gerade Zeit für ein Gespräch haben. Eine altmodisch anmutende Möglichkeit ist die Telefonkette nach Schneeballprinzip. Dafür kann eine Reihenfolge vereinbart werden und ein Rhythmus, einmal in der Woche, alle zwei Tage oder so wie Ihr es braucht.

Möglich ist es auch, sich per E-Mail auszutauschen. Das geht jederzeit und die anderen können antworten, wenn es in ihren Tagesablauf passt.

Messengerdienste, Telefonkonferenzen oder Videotelefonate sind eine weitere Möglichkeit. Doch nicht alle sind mit den nötigen technischen Mitteln ausgestattet. Zudem müssen wir an den Schutz sensibler Informationen denken. Wir möchten darauf hinweisen, dass es Alternativen zu den üblichen und oft kritisierten Anbietern unter den Messenger Diensten gibt, beispielsweise: die App Hoccer (für Android und iOs), die schweizerische App Wire (auch für Videotelefonie und Telefonkonferenzen geeignet), Signal oder Threema (kostenpflichtig). Die Dienste müssen heruntergeladen werden. Für die meisten ist eine Handynummer nötig. Übersichten, auch bezüglich der Datensicherheit von Messengerdiensten gibt es unter eben diesem Stichwort auf Wikipedia. Informationen über geeignete Medien und Hilfestellung bietet ein Verein im Internet unter www.digitalcourage.de.

Corona-Hotlines (eine Auswahl)

Eine Bitte vorweg: Auf allen im folgenden angegebenen Internetseiten sind wichtige Informationen zum Coronavirus und den Auswirkungen der Corona-Krise hinterlegt. Wer Fragen hat, ist gut beraten, erst einmal auf diesen Seiten nachzuschauen, zum einem bestimmten Aspekt oder unter Häufig gestellte Fragen (FAQs).

  • Das Bundesministerium für Gesundheit hat eine Hotline zum Thema Corona-Virus eingerichtet: 030/346 465 100;
  • ebenso die Unabhängige Patientenberatung: 0800 011 77 22.
  • Auf der Internetseite des BMG gibt es viele Informationen zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie: www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html. Angeboten wird auf der Seite auch ein WhatsApp-Kanal mit Informationen rund um das Coronavirus.
  • Ein Bürgertelefon rund um das Thema Coronavirus hat auch das Land Schleswig-Holstein geschaltet: 0431/797 000 01.
  • Regionale Informationen über die Situation gibt es auf der Internetseite des Kreises Segeberg unter: www.segeberg.de/corona. Hinterlegt sind wichtige Telefonnummer, Hinweise auf Helferkreise, die vor allem über Facebook erreichbar sind sowie alle Erlasse und Verbote im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Die Stadt Bad Segeberg bietet ein Bürgertelefon für Hilfsgesuche und Hilfsangebote in der Corona-Krise an unter 04551/96 56 99 (Mo.-Fr., 9 -16 Uhr). Wer Hilfe braucht oder sich als Helfer in Bad Segeberg registrieren lassen will, kann eine Anmeldung in den Briefkasten des Rathauses oder des WortOrts (Stadtbücherei) werfen. Informationen gibt es dazu auch im Internet unter www.bad-segeberg.de.
  • Die Stadt Bad Bramstedt hat zwei Hotlines zu Fragen rund um das Thema Coronavirus eingerichtet: 04192/50620 und 04192/50667. Unter www.bad-bramstedt.de wird auch ein Chatforum angeboten, in das Beiträge für alle sichtbar eingestellt werden können. Hinweise gibt es auch zu Hilfsangeboten wie dem Aufruf zur Nachbarschaftshilfe des DRK.
  • In Kaltenkirchen gibt es auch Informationsangebote und Hilfsangebote. Als Bürgertelefon sind die Nummern 04191/9390 und 04191/939444 (Mo.-Fr., 9 - 12 Uhr) frei geschaltet. Die Stadt bietet an, Ausweise für Helfer in der Corona-Krise auszustellen. Die Informationen sind zu finden unter www.kaltenkirchen.de.
    Hilfsaktionen bieten in Kaltenkirchen der Verein Regenbogen (Tel.: 04191/4115, info@regenbogen-kaltenkirchen.de) und die Tausendfüßlerstiftung (Tel.: 04191/9579647, info@tf-stiftung.de) an.
  • Auf der Internetseite der Gemeinde Henstedt-Ulzburg gibt es ebenfalls Informationen rund um das Coronavirus: www.henstedt-ulzburg.de.
  • Die Stadt Norderstedt hat ein Bürgertelefon zum Thema Coronavirus unter 040/535 95 658 (tägl. 8-18 Uhr) eingerichtet. Auf der Internetseite www.norderstedt.de werden weitere Informationen zur Corona-Epidemie angeboten.
  • Auf ihrer Internetseite www.wahlstedt.de verweist die Stadt Wahlstedt auf Hilfsangebote wie die Nachbarschaftshilfe und hat Informationen zur Corona-Krise eingestellt. Die Nachbarschaftshilfe sammelt die Meldungen freiwilliger Helfer sowie die Hilfsgesuche für Einkäufe, das Gassigehen mit dem Hund u. a. Telefonisch ist sie zu erreichen unter 04554/92650. Auf der Internetseite ist ein Anmeldeformular hinterlegt.
  • Bundesweit hat sich ein Hilfsportal etabliert: www.die-einkaufshelden.de etabliert. Interessierte können sich online registrieren lassen.
  • Ein Bürgertelefon gibt es beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales BMAS (www.bmas.de/DE/Service/Buergertelefon/buergertelefon.html). Es gibt verschiedene Nummern für unterschiedliche Bereiche, u.a. für Arbeitsrecht: 030/221 911 004.
  • Unter www.arbeitsagentur.de sind die Informationen der Arbeitsagentur für Arbeit im Internet zu finden, hinterlegt sind Infos zum Kurzarbeitergeld, Hilfe für Eltern bei Verdienstausfall usw.
    Hier findet sich auch eine Suchmaske für den Kontakt zu den regionalen Arbeitsagenturen bzw. Jobcentern. Auch diese Institutionen sind für den Publikumsverkehr vorerst geschlossen.
  • Barrierefreie Informationen zur Corona-Epidemie gibt es auf der Internetseite der Aktion Mensch: www.aktion-mensch.de/corona-infoseite.
  • Hilfe zur emotionalen Bewältigung der Corona-Krise bietet die Deutsche Angstselbsthilfe unter: www.angstselbsthilfe.de/aktuelles.
  • Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP) bietet eine anonyme und kostenlose Corona-Hotline an: 0800 777 22 44 (täglich besetzt von 8 – 20 Uhr).
  • Informationen wie die oben genannten gibt es auf der Internetseite der NAKOS: www.nakos.de

Angst, Einsamkeit - Erste Hilfe für die Krise

symbolbild erste hilfe

In der Selbsthilfe sind die Gruppen das Erste-Hilfe-Netz für Mitglieder, die in eine Krise geraten. Die KIS steht auch parat, wenn es um akute Fragen geht. Die meisten Fachberatungsstellen sind auch in der Corona-Krise telefonisch zu erreichen.

Notfallnummern wie das Seelefon (Telefonische Beratung zu psychischen Erkrankungen, 01805 950951) oder die Telefonseelsorge (0800 1110111 oder 0800 1110222) (s. auch Notfallnummern auf der Startseite) werden mehr genutzt denn je. Doch nicht jeder mag mit fremden Menschen telefonieren, manchmal fehlen die richtigen Worte, um zu beschreiben, was los ist.

 

Darum hier einige Tipps für mögliche Hilfe im Internet sowie Buchtipps:

  • Gute Tipps bei Angstzuständen sind zu finden auf der Internetseite des Vereins Deutsche Angst-Hilfe e.V. unter www.angstselbsthilfe.de.
  • Mit Einfühlsamkeit, Humor und vielsagenden Illustrationen bestechen die Bücher von Matthew Johnstone. Für die Krisenbewältigung ist der Titel "Resilienz. Wie man Krisen übersteht und daran wächst." geeignet. Auf der Suche nach Entspannungstechniken kann der folgende Titel helfen: „Den Geist beruhigen. Eine illustrierte Einführung in die Meditation“. Beide Bücher sind im Kunstmann-Verlag erschienen.
  • Ein Lesetipp zum Thema Angst - ohne Fachchinesich. Ein Betroffener erzählt aus seinem Leben, der Therapie und seinem Weg zu neuem Mut fürs Leben: Nicholas Müller, „Ich bin mal eben wieder tot - Wie ich lernte mit Angst zu leben“, Knaur-Verlag 2017.
  • Krisenstimmung kann Gedankenspiralen wecken, die uns nicht gut tun. Wie wir uns und unser Hirn aus diesen Kreiseln befreien können, zeigt folgendes Buch: Valerija Sipos u. Ulrich Schweiger, „Glauben Sie nicht alles, was Sie denken“, Herder Verlag 2020.
  • Immer wieder interessant sind die Lebensgeschichten, die Betroffene erzählen, wie hier: Heide Fuhljahn, „Kalt erwischt. Wie ich mit Depressionen lebe und was mir hilft“, Brigitte Buch/Diana Verlag.
  • Familie ist für viele ein heikles Thema. Wer sich gerade mit der eigenen Familiengeschichte oder den Eltern auseinandersetzt findet möglicherweise Anregungen in folgendem Buch: Andreas Steiner, „Alles Schicksal? - Wie wir uns aus Familienmustern befreien“, Herder Verlag.
  • In eine ähnliche Richtung zielt das Buch: Jens-Michael-Wüstel, „Traumakinder. Warum der Krieg immer noch in unseren Seelen wirkt“, Lübbe Verlag.
  • Kinder stellen Eltern immer wieder vor Herausforderungen, gerade in einer Zeit, wo andere Kontakte fehlen. Tipps für ein leichteres Miteinander möchte dieses Buch geben: Gunda Frey, „Kindern geben, was sie brauchen. Wie sich Kinder frei und selbstbewusst entwickeln“, Kösel Verlag.

Schöne Nachrichten und Zeitvertreib

blumenwiese

Anregungen, worüber sich Menschen in Zeiten der Pandemie austauschen können, um sich gegenseitig aufzumuntern gibt es auch aus den Selbsthilfegruppen:

Aus einer Gruppe stammt der Vorschlag, beim Spaziergang ein schönes Foto mit dem Handy zu machen, um es den anderen in der Gruppe zu schicken. Motive gibt es im beginnenden Frühling mit Sicherheit genug.

 

Sport:

Das Internet bietet viele Möglichkeiten, sich abzulenken. Wer etwas entdeckt, was auch anderen Spaß machen könnte, kann diesen Tipp gern in der Gruppe weiter geben, vielleicht schöne Kochrezepte, Anregungen für die Meditation oder den Sport in den eigenen vier Wänden. Videos sind beispielsweise zu finden über die Internetseite www.rehasportzuhause.de.

Ein Videoportal hat auch die AOK Nordwest freigeschaltet. Unter www.cyberpraevention.de/aok. AOK-Versicherte können diesen Online-Fitnessclub bis zum Jahresende kostenfrei nutzen. Ein Blick kann sich auch auf die Seiten der anderen Krankenkassen lohnen.

 

Bücher:

Endlich Zeit ein gutes Buch zu lesen! Die Bibliotheken in Schleswig-Holstein bieten die digitale Ausleihe an unter: www.onleihe.de/sh.

Auf der Suche nach Buchtipps helfen auch die Webseiten der regionalen Buchhandlungen. Die meisten bieten die Möglichkeit an telefonisch oder online zu bestellen und die Ware bis vor die Haustür auszuliefern. Wer einen tollen Tipp parat hat, kann ihn gern unter kis-segeberg@awo-sh.de mitteilen. Wir geben ihn dann an dieser Stelle weiter.

 

Online Aktivitäten und Veranstaltungen:

Gibt es Online-Kochschulen? Auf jeden Fall gibt es im Internet jede Menge Rezepte zum Nachkochen und Backen, etwa bei den Ernährungsdocs.

Wir wäre es mit einem Online-Besuch im Tierpark oder Museum, um sich mit anderen über die Eindrücke auszutauschen? Einige Online-Rundgänge lassen sich auf YouTube finden.

Tipps gefällig? Die Drostei in Pinneberg bietet einen virtuellen Rundgang durch die aktuelle Ausstellung. Der Tierpark Arche Warder bietet Tiergeschichten von Schafen und Schweinen. Tierpark Hagenbeck hat über einen Link zu YouTube einige Videos von vierbeinigen Bewohnern eingestellt. Wie wäre es mit der Kunsthalle Hamburg (einzelne Videos hinterlegt), den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (Online Collection), dem Pariser Louvre, Schloss Sanssouci (YouTube), dem Rijksmuseum Amsterdam, dem Palacio da Pena (Sintra, Portugal), dem Goldmuseum in Lima (Museoroperu)?

Anleitung zum Nähen eines Mund-Nasen-Schutzes Aufruf der AWO

Zur Unterstützung von Einrichtungen hat der AWO-Landesverband Mitglieder aufgerufen, Mund-Nasenschutzmasken zu nähen. Dafür gibt es eine Materialliste und eine Anleitung. Die Masken dienen als Behelf, weil es an zertifizierten Schutzmasken mangelt. Wer Interesse an der Nähanleitung hat oder sich an der Aktion beteiligen möchte, kann sich unter an die Mailadresse kis-segeberg@awo-sh.de wenden oder anrufen unter 04551/3005.

 

Videokonferenzen

Wer Lust hat, mit uns das Format Videokonferenz auszuprobieren, kann sich ebenfalls gern melden. Wir haben erste gute Erfahrungen mit gotomeeting gemacht. Hier können Teilnehmer zu einer vorher geplanten Konferenz eingeladen werden, ohne dass sie extra eine Software abonnieren müssen.

Bitte nutzt die KIS-Telefonnummer auch, wenn ihr Ideen für die Selbsthilfe in Krisenzeiten habt. Dann können wir sie hier an alle weiter geben.

Passt auf Euch auf, bleibt zuhause, schützt euch selbst und möglichst viele eurer Mitmenschen.